Weißkrauteintopf

Natürlich nehmen wir um diese Zeit den guten Spitzkohl aus Südtirol oder dem Trentino. Zufällig liegen in meinem „Gefrier“ noch ein paar Hauswürste (sächsisch – frische/grüne Bratwurst). Für Grüne ist das aber nicht geeignet. Für die klauen wir in Brasilien Monsanto – Gensoja – das Nebenprodukt unserer Reichsrindermast und Biotankfüllung.

Für Grüne reicht das. Der Geist kann davon zwar nicht leben. Aber in den Kreisen, braucht es den auch nicht.

Die Hauswurst wird hierzulande mit Rind angereichert. Sozusagen, als Vorprodukt zur Kaminwurzn.

Ich mach den Eintopf heute mal auf italienische Art. Ich brate das Kraut und auch die Kartoffeln an. In ausgelassenem, hausgefertigtem, nitritfreiem Panchetta. Der hängt bei mir an der Heizung, die ich nie eindrehe. Ich bin zu arm zum Heizen. Und dafür habe ich 80 Jahre gearbeitet. 40 Jahre in Doppelschicht. Ohne Rente. Wir befinden uns damit auf einem Niveau, das selbst von Ameisenstämmen übertroffen wird. Und Die wollen auch noch als Mensch angesprochen werden. Pfui! Das sind keine.

Für den Eintopf, den ich bereits schon in meinem Buch – „Sparsame Küche – Eintöpfe“ beschrieb, brauchen Sie insgesamt nicht lange. Der ist in 30 Minuten fertig. Sie müssen lediglich die Zutaten etwas kleiner schneiden. Würfelig, wenn‘ s geht. Etwa in zwei Zentimeter große Stücke. Die Hauswurst legen wir oben drauf. Die wird nicht gekocht. Auch nicht gedämpft. Die lassen wir unter dem Deckel, auf dem niedrig angegossenem Eintopf, bei abgeschalteter Hitze mit Restwärme, gar ziehen. Sie werden mit Saft belohnt. Und der würzt Ihren Eintopf zusätzlich.

Generell würzen wir den „Sud“ mit hausgemachter (oder gekaufter) Trockenbrühe, Salz, Zucker, Pfeffer, gemahlenem Kümmel oder Kümmelöl und getrockneten Zwiebeln als Granulat oder selbst gefertigtem Pulver. Bei mir kommt noch etwas Knoblauchgranulat rein. Das habe ich mir von einer Italienischen Genossenschaft bei Amazon gekauft. Ich arbeite nicht mit frischem Knoblauch. Nach dem Genuss von getrocknetem Knoblauch stinken wir nicht aus dem Mund wie ein Pavianarsch. Es könnte ja Besuch kommen. Zum Eintopf fressen wie bei Louis de Funes in „Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe“.

Hirschfilet, Ravioli, Pilze

Wir kochen heute einen Sonntagseintopf. Natürlich nehmen wir wieder Wild von unserem lieben Sepp. Dieses Mal das Filet. Es ist Sonntag.

Wir schälen drei mittelgroße Südtiroler oder Trentiner Kartoffeln und eine riesengroße frische Zwiebel. Die schneiden wir in recht große Stücke. Am besten, Spalten. Die Kartoffeln vierteln wir längs. Die Viertel schneiden wir in etwa ein Zentimeter dicke Scheiben. Die braten wir zusammen mit den Zwiebeln in ausgelassenem Speck an. Jetzt geben wir die gefrorenen Champignons in Scheiben oder ganzen Köpfen dazu und rühren um, bis sich ein Saft am Boden des Topfes bildet. Jetzt schneiden wir das gefrorene Filet, das wir etwas antauen, in ein Zentimeter dicke Scheiben und legen es auf die Pilze. Wir würzen mit hausgemachter Brühpaste, etwas Bino oder Maggi, Salz, Pfeffer und Zucker. Jetzt geben wir Steinpilz – Ravioli oben drauf, rühren kurz um und decken den Topf ab. Die Induktion stellen wir auf Stufe zwei. Zehn Minuten. Alle zwei Minuten würde ich den Eintopf umrühren. Bei Bino können Sie zwischenzeitlich in der Wiki gern lesen, wie man schon in den fünfziger Jahren auf der Faschistenseite Deutschlands, mit Goebbelsartikeln, DDR-Produkte verleumdete. Natürlich wollte man von der eigenen Giftmischerei und Pfuscherei ablenken. Wir reden immerhin von Kriegsverbrecherfirmen, die ihre Produkte in KZ‘s herstellten und in Ostfrontschützengräben testeten.

Nach etwa zehn Minuten werden Sie etwas Flüssigkeit nachgießen müssen. Die Ravioli haben inzwischen den Pilzsaft aufgenommen. Es duftet. Kräuter ihrer Wahl können Sie jetzt dazu geben. Petersilie und Schnittlauch passen dazu.

Nach dem Aufgießen geben Sie kurz Stufe sechs.

Jetzt geben Sie noch einmal fünf Minuten auf Stufe zwei. Fertig.

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